Merken Es war ein verregneter Sonntagmorgen, als ich zum ersten Mal versuchte, Croque Monsieur für sechs hungrige Gäste zu machen. Nach dem dritten Sandwich wurde mir klar, dass ich nie rechtzeitig fertig werden würde. Meine Schwester schlug vor, einfach alles in eine Auflaufform zu schichten. Was als Notlösung begann, wurde zu meinem Lieblingsrezept für entspannte Brunch-Treffen. Der Duft von geschmolzenem Gruyère und butterigem Brot füllte die Küche, und niemand vermisste die einzelnen Sandwiches.
Ich erinnere mich an den Abend, als meine Nachbarin unangemeldet vorbeikam, gerade als ich diesen Auflauf aus dem Ofen holte. Sie blieb zum Essen, und wir teilten uns die Hälfte der Form am Küchentisch. Seitdem frage ich sie immer vorher, ob sie Hunger hat, bevor ich backe. Manchmal sind die besten Mahlzeiten die ungeplanten, bei denen man einfach einen Teller mehr auf den Tisch stellt.
Zutaten
- Weißes Sandwichbrot (12 Scheiben, Krusten entfernt): Ich verwende gerne Toastbrot vom Vortag, weil es die Eimischung besser aufsaugt, ohne matschig zu werden.
- Ungesalzene Butter (2 EL weich, plus extra zum Einfetten): Butter auf beiden Seiten sorgt für diese goldene, knusprige Oberfläche, die den Unterschied macht.
- Gruyère-Käse (1,5 Tassen gerieben): Gruyère schmilzt wunderbar nussig, aber Schweizer Käse funktioniert genauso gut, wenn du ihn zur Hand hast.
- Vollmilch (1 Tasse): Sie bindet alles zusammen und macht die Textur schön cremig ohne zu schwer zu sein.
- Sahne (1/2 Tasse): Ein kleiner Schuss Sahne hebt den Auflauf von gut zu unvergesslich.
- Große Eier (3 Stück): Sie halten alles zusammen und geben dem Ganzen Struktur beim Backen.
- Gekochter Schinken (8 Scheiben, etwa 200 g): Ich kaufe meist guten Aufschnitt vom Metzger, aber abgepackter Schinken tut es auch.
- Ungesalzene Butter für Béchamel (2 EL): Die Basis für die cremige Sauce, die über alles gegossen wird.
- Mehl (2 EL): Es dickt die Sauce an und verhindert, dass sie zu flüssig wird.
- Vollmilch für Béchamel (1,25 Tassen): Kalte Milch langsam einrühren verhindert Klumpen, das habe ich auf die harte Tour gelernt.
- Gemahlene Muskatnuss (1/4 TL): Dieses winzige bisschen Muskat gibt der Béchamel diese typisch französische Note.
- Salz und schwarzer Pfeffer: Immer abschmecken, bevor du die Sauce über den Auflauf gießt.
Anleitung
- Ofen vorheizen und Form vorbereiten:
- Heize den Ofen auf 190 °C vor und fette eine 23x33 cm Auflaufform großzügig mit Butter ein. Eine gut gefettete Form verhindert, dass die knusprigen Ecken kleben bleiben.
- Béchamelsauce zubereiten:
- Schmelze 2 EL Butter in einem mittleren Topf bei mittlerer Hitze und rühre das Mehl ein, lass es eine Minute köcheln. Gieße langsam 1,25 Tassen Milch ein und rühre ständig, bis die Sauce dick und glatt wird (etwa 3 bis 4 Minuten), dann würze mit Muskat, Salz und Pfeffer.
- Brot schichten:
- Bestreiche eine Seite jeder Brotscheibe mit weicher Butter und lege die Hälfte mit der Butterseite nach unten in die Form. Die Butterseite nach unten sorgt für eine schöne goldene Unterseite.
- Schinken und Käse hinzufügen:
- Verteile die Hälfte des Schinkens und die Hälfte des Gruyère über das Brot, dann wiederhole mit dem restlichen Brot (Butterseite nach unten), Schinken und Käse. Achte darauf, dass alles gleichmäßig verteilt ist.
- Eimischung vorbereiten:
- Verquirle Eier, 1 Tasse Milch, Sahne und eine Prise Salz in einer Schüssel und gieße die Mischung gleichmäßig über den Auflauf. Drücke das Brot sanft nach unten, damit es die Flüssigkeit aufsaugt.
- Béchamel darüber gießen:
- Gieße die Béchamelsauce über die gesamte Oberfläche und verteile sie mit einem Löffel gleichmäßig. Sie bildet beim Backen eine herrlich cremige Decke.
- Backen und ruhen lassen:
- Backe unabgedeckt 35 bis 40 Minuten, bis der Auflauf aufgegangen, goldbraun und blubbernd ist. Lass ihn 10 Minuten ruhen, bevor du ihn servierst, damit er sich setzen kann.
Merken Letzten Winter brachte ich diesen Auflauf zu einem Potluck mit, und drei Leute fragten nach dem Rezept, bevor wir überhaupt fertig gegessen hatten. Eine Freundin gestand mir später, sie hätte die Reste mit nach Hause genommen und zum Frühstück gegessen. Manchmal zeigt dir ein einfaches Gericht, wie sehr gutes Essen Menschen zusammenbringen kann.
Variationen und Anpassungen
Für eine vegetarische Version lasse ich den Schinken weg und füge stattdessen angebratene Champignons oder frischen Spinat zwischen die Schichten. Einmal habe ich eine dünne Schicht Dijon-Senf auf jede Brotscheibe gestrichen, und der leicht scharfe Kick war perfekt. Du kannst auch verschiedene Käsesorten ausprobieren: Comté ist wunderbar nussig, und eine Mischung aus Gruyère und Parmesan gibt extra Tiefe.
Serviervorschläge
Ich serviere diesen Auflauf am liebsten mit einem knackigen grünen Salat mit Dijon-Vinaigrette, die Säure schneidet durch die Reichhaltigkeit. Ein Glas kühler Chardonnay passt perfekt, aber ehrlich gesagt schmeckt er auch morgens mit starkem Kaffee fantastisch. Wenn Gäste kommen, stelle ich frisches Baguette und eingelegte Cornichons dazu, und plötzlich fühlt es sich an wie in einem Pariser Café.
Aufbewahrung und Aufwärmen
Reste bewahre ich abgedeckt im Kühlschrank bis zu drei Tage auf, und sie wärmen sich im Ofen bei 160 °C wunderbar wieder auf. Einmal habe ich ein Stück in der Mikrowelle aufgewärmt, und es wurde gummiartig, also lohnt sich der Ofen wirklich. Du kannst den Auflauf sogar am Vorabend vorbereiten, im Kühlschrank lagern und am nächsten Tag backen, füge dann einfach 5 bis 10 Minuten zur Backzeit hinzu.
- Immer mit Alufolie abdecken beim Aufwärmen, damit die Oberseite nicht verbrennt.
- Einzelne Portionen lassen sich einfrieren und halten sich etwa einen Monat.
- Wenn du ihn am Vortag machst, gieße die Eimischung erst kurz vor dem Backen darüber.
Merken Dieser Auflauf hat sich seinen Platz in meinem Wochenend-Repertoire verdient, weil er großzügig ist ohne kompliziert zu sein. Ich hoffe, er bringt genauso viel Wärme an deinen Tisch wie an meinen.
Fragen und Antworten zum Rezept
- → Kann ich den Auflauf im Voraus vorbereiten?
Ja, Sie können den Auflauf bis zu 12 Stunden im Voraus zusammenstellen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Backen 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
- → Welcher Käse eignet sich als Alternative zu Gruyère?
Schweizer Käse, Emmentaler oder Comté sind hervorragende Alternativen. Auch eine Mischung aus Gruyère und Parmesan sorgt für zusätzliche Würze.
- → Wie bewahre ich Reste auf?
Reste können in einem luftdichten Behälter bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bei 180°C für 15-20 Minuten aufwärmen, bis sie durchgewärmt sind.
- → Kann ich diesen Auflauf einfrieren?
Ja, der Auflauf kann nach dem Backen und Abkühlen eingefroren werden. Gut verpackt hält er sich bis zu 2 Monate. Im Kühlschrank auftauen und bei niedriger Temperatur wieder erwärmen.
- → Muss ich die Brotrinde wirklich entfernen?
Das Entfernen der Rinde sorgt für eine gleichmäßigere Textur und bessere Absorption der Flüssigkeit. Sie können sie jedoch auch dran lassen, wenn Sie eine rustikalere Textur bevorzugen.
- → Welche Beilagen passen am besten dazu?
Ein knackiger grüner Salat mit Vinaigrette, karamellisierte Zwiebeln oder gedünsteter Spargel ergänzen die Reichhaltigkeit des Auflaufs perfekt. Ein trockener Weißwein rundet das Gericht ab.